Babybreie

Getränke für das Baby

Babybreie - Beikost für das Baby - Wissenswertes zum Thema Babybrei

Getränke für das Baby

Getränke

Trinken - wann, wieviel und was?

Im ersten halben Jahr bekommt das Baby über die Muttermilch nicht nur alle wichtigen Nährstoffe, sondern auch genügend Flüssigkeit. Mit Beginn der Beikost müssen Kinder aber auch mehr trinken. Im zweiten Lebenshalbjahr sind das ca. 400 ml täglich und nach dem ersten Lebensjahr schon knapp 1 Liter.

Besonders geeignet sind:

  • stilles Mineralwasser
  • ungesüsste Früchte- und Kräutertees

Erlaubt sind zwischendurch auch mal:

  • mit Wasser verdünnte Säfte

Ungeeignet sind:

  • süsse Limonaden (wie z. B. Fanta und Sprite)
  • Säfte pur
  • Kohlesäurehaltige Getränke


Trinkwasser oder Mineralwasser?

In Europa gilt die EU-Trinkwasser-Richtlinie, an die alle Wasserlieferanten in der EU gebunden sind und die weitgehend der strengen deutschen Gesetzgebung entspricht. Deshalb ist (theoretisch) in allen diesen Ländern das Trinkwasser auch trinkbar.

Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten die Babykost aber mit abgekochten Mineralwasser zubereiten.

Wenn die Flaschen nicht bereits einen Aufdruck "Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet" tragen, kann man die Mineralwasserqualität wie folgt selber gegenprüfen: Für Babies darf das Wasser nicht mehr als 20 Miligramm pro Liter (mg/l) Natrium, 10 mg/l Nitrat, 0,02 mg/l Nitrit, 0,7 mg/l Fluorid, 240 mg/l Sulfat, 0,05 mg/l Mangan und 0,005 mg/l Arsen enthalten.

Kohlesäurehaltiges Mineralwasser ist ungeeignet für die Babyernährung, da es unangenehme Blähungen verursachen kann und den Zahnschmelz angreift.

Tee contra Saft

Ungesüsste Früchte- und Kräutertees sind für Kinder ein ideales Getränk. Schauen Sie genau auf das Etikett von Fertigtees, wenn Sie diese verwenden, um auszuschliessen, dass zusätzlicher Zucker verwendet wurde. Viele enthalten süssende Zusätze wie Maltodextrine, Glucose, Lactose und Saccharose.

Denn es besteht ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen gezuckerten Tees und gravierenden Zahn- und Kieferschäden bei Kleinkindern. Weltweit gingen die Begriffe "Zucker-Karies" und "Nursing-Bottle-Syndrom" durch die Presse als Milupa und andere Fertigteehersteller erfolgreich auf Schmerzensgeld verklagt wurden. Seitdem tragen alle Tees einen gesetzlich vorgeschriebenen Warnhinweis: "Halten Sie das Fläschchen stets selbst" und/oder "Ständiges Umspülen der Zähne kann Karies verursachen".

Säuglinge und Kleinkinder brauchen keine Säfte, denn in der Muttermilch und in den späteren Breien sind alle nötigen Vitamine enthalten. Es ist auch nicht nötig spezielle Baby- und Kindersäfte von Babynahrungsherstellern zu kaufen. Wenn Sie Ihrem Baby einen Saft geben möchten, kann es den handelsüblichen Saft für Erwachsene mitdrinken. Am besten geeignet sind Säfte aus 100 % Frucht. Möchten Sie sicher gehen, dass der Saft keine Spritzgifte oder andere schädliche Rückstände enthält, nehmen Sie einen Markensaft einer Naturkost- oder Bioproduktfirma.

Übrigens: Viele Babys werden wund, wenn Sie reinen Obstsaft oder Multivitaminsaft trinken - verdünnen Sie deshalb mit viel Wasser.

Nuckelflasche oder Trinkglas?

Kleinkinder sollten nicht ständig ihr Fläschchen als Seelentröster selbst halten, egal was sich darin als Getänk befindet. Denn wenn die Zähne ständig von einer Flüssigkeit statt vom schützenden Speichel umspült sind, wird das Gebiss anfälliger für Karies.

Spätestens wenn das Kind am Tisch mit isst, sollten die Eltern ihm keine Trink-Saugflasche mehr geben. Es kann sich dann bereits langsam über eine Trink-Lerntasse an Becher oder Glas gewöhnen.

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