Fertiggläschen

Selbst gekocht oder im Gläschen - welcher Brei ist besser?
Das ist schwer zu sagen. Beide haben Vor- und Nachteile. Selbstgekochter Babybrei kostet Zeit. Dafür kann man aber selber bestimmen, was drin ist und es schmeckt einfach besser.
Fertigkost ist sofort servierfertig und es gelten so strenge Vorschriften, dass sie laut Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund praktisch schadstofffrei ist. Jedoch werden oft abenteuerliche (Gemüse-)Mischungen angeboten, dabei wäre eine Sorte völlig ausreichend.
Worauf muss ich beim Gläschenkauf achten?
Wer Fertigprodukte kauft, sollte immer einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Wichtig ist, dass
- die Zutaten aus ökologischem Anbau stammen
- der Brei weder Zucker, Süßungsmittel noch Salz oder Gewürze enthält
- die angegebene Rezeptur in etwa der eines selbst zubereiteten Breis entspricht (Vergleichen Sie sie zum Beispiel mit meinen Rezepten)
- der Brei keine allergieauslösenden Zutaten bei allergiegefährdeten Babys enthält (z. B. Gluten)
- Sie sich nicht von extravaganten Geschmacksrichtungen wie "Apfel-Keks" oder "Stracciatella" verführen lassen. Babys brauchen so etwas noch nicht.
Mein Fazit
Gläschennahrung ist einfach praktisch für zwischendurch oder unterwegs. Glas kaufen, öffnen, eventuell erwärmen und essen - fertig! Aber achten Sie darauf, dass Ihr Baby auch genügend frische Speisen zu essen bekommt. Wenn Sie nicht gerne kochen, oder die Zeit es nicht zulässt, dann bereiten Sie wenigstens schnelle Obstbreie selber zu.
Denken Sie daran, dass Fertiggläschen im Prinzip Konserven sind, die bereits länger im Supermarkt stehen. Auch wenn die Tests beweisen, dass genügend Vitamine und Mineralstoffe in den Gläschen enthalten sind, so handel es sich immer noch um "Fastfood", an welches Sie Ihr Kind von klein auf gewöhnen.
Kombinieren und mischen Sie daher. Reichen Sie Ihrem Baby unterschiedliche Nahrung und gewöhnen Sie es nicht an eine bestimmte Geschmackssorte oder Marke. Denken Sie auch an die Zeit nach den Fertiggläschen - mit ca. 1 Jahr kann Ihr Baby bereits bei Ihnen mitessen.
Reichen Sie daher Babynahrung, die Ihren Essgewohnheiten am nächsten kommt. Sonst erleben Sie nach der Gläschenzeit eine böse Überraschung, wenn Ihr Kind Ihr Selbstgekochtes nicht essen möchte.