Nahrungsmittel als Allergieauslöser
Nahrungsmittel gehöhren bei Säuglingen und Kleinkindern zu den häufigsten Auslösern einer Allergie. In den meisten Fällen sind Eiweisse die Übeltäter - Eier beispielsweise, Kuhmilch, Fisch, Nüsse. Es gibt aber auch Allergien auf Karotten, Tomaten oder Zitrusfrüchte. Zudem leiden manche Kinder unter einer als Zöliakie bezeichneten Unverträglichkeit auf den Eiweissbestandteil mancher Getreidesorten (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste).
Derzeitige Ernährungsempfehlung zur primären Allergieprävention:
- Stillen 4 - 6 Monate
- versehentliche Fütterung von Fremdprotein sollte vermieden werden
- wenn zugefüttert werden muss per Flasche, dann HA-Nahrung
- Beginn einer wenig abwechslungsreichen Beikostfütterung nach dem 4. Monat
Beikost für allergiegefährdete Babies
Bekommt Ihr Baby Brei, muss sich sein Immunsystem mit neuen möglichen Allergieauslösern auseinandersetzen. Dabei gilt: Je weniger fremde Eiweiße in der Nahrung sind (d. h. je schwächer deren allergische Potenz ist), umso toleranter verhält sich das Immunsystem.
Neue Lebensmittel einzeln ausprobieren!
Um die Verträglichkeit zu testen, sollten Sie neue Lebensmittel immer nur einzeln und im Abstand von einer Woche einführen. In der ersten Woche z.B. Karotten, in der zweiten Kartoffeln, in der dritten Woche Geflügelfleisch. Führen Sie ein Allergie-Tagebuch, in dem Sie neu eingeführte Lebensmittel und eventuelle Reaktionen notieren.
Bei Menüs Zutatenliste prüfen!
Produkte mit nur Rohstoff im Gläschen sind meist unproblematisch, während fertige Menüs oder Instantbreie versteckte Allergene enthalten können. Prüfen Sie stets die Zutatenliste.
Häufigste Allergieauslöser im Kindesalter:
- Hühnerei
- Kuhmilch
- Soja
- Nüsse
- Fisch
- Weizen
Weitere häufige Auslöser:
- Sellerie
- Tomaten
- Kiwi
- Ananas
- Zitrusfrüchte
- Pfirsiche
- Beerenfrüchte
- Honig
- Schokolade
- Kakao
- Gewürzmischungen
Diät bei diagnostizierter Allergie
Hat der Arzt bei Ihrem Kind eine Allergie diagnostiziert, sollten Sie den Aufbau der Beikost mit ihm absprechen. Eine Diät hat zwei Funktionen zu erfüllen:
- Sie muss das allergieauslösende Lebensmittel meiden.
- Sie muss alle lebenswichtigen Nährstoffe liefern.
Auswahl geeigneter Beikost für allergiegefährdete Kinder:
| 6. Monat |
Birne, Banane, Blumenkohl, Kartoffel, Brokkoli, Zucchini |
| 7. Monat |
Apfel, Kohlrabi, Spargel, Mangold, Spinat, Reis (als Brei, ohne Milchzusatz!) |
| 8. Monat |
Wasser-, Honigmelone, Schwarzwurzel, Aubergine, Fleisch |
| ab 10. Monat |
Mais, Gurke, Karotte, Bohne, Getreideprodukte |
| ab 1 Jahr |
Pfirsich, Aprikose, Joghurt, Milch, Käse, Sahne und andere Milchprodukte, Ei, Wild, Fisch |
Mein Tipp:
Der Speiseplan von Kindern muss nicht unzählige verschiedene Zutaten enthalten, auch keine exotischen. So kann man auf einfache Weise das Allergierisiko klein halten.
Der Rat des Allergologen:
Aus allergologischer Sicht wäre eine einfache Ernährung zu empfehlen, die wenig zusammengesetzteLebensmittel (=> Antigenentladung) und kein Übermaß an rohen Lebensmitteln enthält. Günstig ist auch eine Rotationskost, d.h. die einzelnen Lebensmittel werden z.B. nur alle 4 Tage aufgenommen. Entfernt ist dies mit der alten deutschen Hausmannskost vergleichbar, die einfach und stark durchgeregelt war (an den einzelnen Wochentagen immer das gleiche,..).